Die Frage, ob FADS1 bei der Gewichtsabnahme hilft, lässt sich mit der aktuellen Studienlage nicht klar bejahen. FADS1 ist ein Gen, das für die Delta-5-Desaturase kodiert und den Stoffwechsel mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Omega-3/6) beeinflusst. Einige GWAS-Studien zeigen Assoziationen zwischen FADS1-Varianten und dem BMI oder der Fettmasse, jedoch sind die Effekte klein und nicht ausreichend für eine personalisierte Gewichtsabnahme-Empfehlung. Die DIETFITS-Studie (JAMA 2018) fand keinen Vorteil einer DNA-basierten Diätzuweisung (Low-Fat vs. Low-Carb). Consumer-DNA-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz. Stattdessen sollten metabolische Marker (z. B. Nüchterninsulin, Triglyceride) und ein kalorisches Defizit im Vordergrund stehen. Die Evidenz ist als 'human-moderate' einzustufen: Es gibt reproduzierbare Assoziationen, aber keine robusten randomisierten Studien, die einen Gewichtsverlust durch FADS1-basierte Interventionen belegen.
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