welche mikronährstoffe sollte man testen lassen — was ist evidenzbasiert?
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TIKKI Wissensantwort
Die Frage, welche Mikronährstoffe man testen lassen sollte, ist evidenzbasiert nur sehr eingeschränkt zu beantworten. Für gesunde Menschen ohne spezifische Risikofaktoren oder Symptome gibt es keine allgemeine Empfehlung für ein breites Mikronährstoff-Screening. Die meisten Nährstoffdefizite lassen sich durch eine ausgewogene Ernährung vermeiden. Sinnvoll kann ein gezielter Test bei bestimmten Risikogruppen sein: Vitamin D bei geringer Sonnenexposition, Vitamin B12 bei Veganern oder älteren Menschen, Eisen bei starken Menstruationsblutungen oder Ferritin bei chronischer Müdigkeit, Folsäure vor einer Schwangerschaft. Allerdings sind viele kommerzielle Panels (z. B. aus DNA-Tests) nicht klinisch validiert und liefern oft keine handlungsrelevanten Ergebnisse. Die Evidenz für routinemäßige Mikronährstofftests ist schwach; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt keine pauschale Testung. Stattdessen sollte die Ernährung optimiert und bei Verdacht auf Mangel ein Arzt konsultiert werden. Auch Gentests zu Mikronährstoffen (z. B. MTHFR) haben nur geringe klinische Relevanz, da Umwelt- und Lebensstilfaktoren dominieren. Fazit: Evidenzbasierte Mikronährstofftests sind die Ausnahme, nicht die Regel.
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