tTG-IgA (Gewebetransglutaminase-Antikörper) ist ein etablierter serologischer Marker für Zöliakie, der auch bei Dermatitis herpetiformis (DH) – der kutanen Manifestation der Zöliakie – erhöht sein kann. Bei DH lagern sich IgA-Komplexe in der Haut ab, was zu stark juckenden Bläschen führt. Die Sensitivität von tTG-IgA für DH liegt bei etwa 70–90 %, jedoch ist die direkte Immunfluoreszenz einer Hautbiopsie (Nachweis granularer IgA-Ablagerungen in den Papillenspitzen) der Goldstandard. Ein negatives tTG-IgA schließt DH nicht sicher aus, insbesondere bei IgA-Mangel oder frühen Stadien. Die Evidenz ist stark (Leitlinien der European Society for Dermatology und der ESPGHAN). Einschränkung: tTG-IgA allein reicht nicht zur DH-Diagnose; die Hautbiopsie bleibt entscheidend. Bei positivem Befund ist eine glutenfreie Diät indiziert, die sowohl die Haut- als auch die Darmsymptome bessert.
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