Bei einem Cardio Risk Check in Kombination mit Schlafanalyse sollten Sie kritisch hinterfragen, was genau gemessen wird. Viele kommerzielle DNA-Tests behaupten, kardiovaskuläre Risiken (z. B. über SNPs wie 9p21, APOE) oder Schlafqualität (z. B. über CLOCK-, PER-Gene) zu bestimmen. Die tatsächliche Evidenz ist jedoch schwach: Die Effektgrößen einzelner Genvarianten sind meist gering, und Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Stress) sowie Schlafhygiene haben einen weitaus größeren Einfluss. Zudem sind solche Tests nicht als medizinische Diagnostik zugelassen. Ein erhöhtes genetisches Risiko bedeutet nicht zwangsläufig eine Erkrankung. Besonders bei Schlafproblemen sind objektive Messungen (z. B. Aktigraphie) oder ärztliche Abklärungen (Schlafapnoe) sinnvoller. Kombinierte Angebote klingen oft innovativ, basieren aber häufig auf Marketing statt auf robuster Wissenschaft. Mein Rat: Nutzen Sie solche Tests als grobe Orientierung, aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. Konsultieren Sie bei ernsthaften Beschwerden einen Arzt.
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