Das FTO-Gen (insbesondere der SNP rs9939609, Risikoallel A) ist der am besten replizierte genetische Marker für Adipositas. Große GWAS-Studien zeigen, dass Träger des A-Allels im Durchschnitt einen höheren BMI und ein erhöhtes Risiko für Übergewicht haben. Die Effektstärke ist moderat: Pro A-Allel steigt der BMI um etwa 0,3–0,4 kg/m². Bei Männern wird der Effekt oft mit einer verstärkten Fettmasse, insbesondere viszeralem Fett, und einem höheren Risiko für metabolisches Syndrom assoziiert. Einige Studien deuten auf geschlechtsspezifische Unterschiede hin: Männer mit dem Risikoallel zeigen möglicherweise eine stärkere Neigung zu ungünstiger Fettverteilung und gesteigertem Appetit auf energiedichte Nahrung. Allerdings ist der Effekt nicht deterministisch – Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung können den genetischen Nachteil teilweise ausgleichen. Die Evidenz basiert auf hunderten GWAS und Metaanalysen (human-strong). Einschränkung: Die meisten Studien sind populationsbasiert und nicht als personalisierte Diätempfehlung für einzelne Männer validiert. Ein Gentest kann eine Tendenz aufzeigen, ersetzt aber keine ärztliche oder ernährungswissenschaftliche Beratung.
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