Magnesium wird in den Wechseljahren oft empfohlen, aber die Evidenz ist gemischt. Es gibt Hinweise, dass Magnesium bei Schlafstörungen, Muskelkrämpfen und leichten Hitzewallungen helfen kann, da es an der Regulation des Nervensystems und der Muskelentspannung beteiligt ist. Auch für die Knochengesundheit ist Magnesium relevant, da es die Knochendichte unterstützt – ein wichtiger Faktor in der Menopause. Allerdings sind die Studien meist klein oder mechanistisch. Ein Mangel sollte vor Supplementierung per Bluttest (Serum-Magnesium) ausgeschlossen werden, da eine Überdosierung (v. a. bei Niereninsuffizienz) gefährlich sein kann. Die Bioverfügbarkeit variiert: Magnesiumcitrat oder -glycinat werden oft besser vertragen als -oxid. Wechselwirkungen mit Schilddrüsenmedikamenten oder Bisphosphonaten sind möglich. Fazit: Magnesium kann unterstützend wirken, ersetzt aber keine ärztlich verordnete Hormontherapie oder Kalzium-Vitamin-D-Kombination. Evidenz: mechanistisch bis moderat.
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