Die wissenschaftliche Evidenz zu spezifischem Training gegen Haarausfall ist sehr begrenzt. Es gibt keine hochwertigen Studien, die belegen, dass bestimmte Übungen oder Trainingsprogramme Haarausfall stoppen oder umkehren können. Einige mechanistische Überlegungen deuten darauf hin, dass moderates Ausdauertraining die Durchblutung der Kopfhaut fördern und Stress reduzieren könnte – beides Faktoren, die theoretisch das Haarwachstum unterstützen. Allerdings kann intensives Übertraining den Cortisolspiegel erhöhen, was wiederum mit telogenem Effluvium (stressbedingtem Haarausfall) in Verbindung gebracht wird. Die meisten Empfehlungen basieren auf allgemeinen Gesundheitsprinzipien, nicht auf spezifischen Studien zu Haarausfall. Wer unter androgenetischer Alopezie oder anderen Formen von Haarausfall leidet, sollte evidenzbasierte Behandlungen (z. B. Minoxidil, Finasterid) priorisieren und Training als ergänzende Maßnahme betrachten. Ohne direkte klinische Daten bleibt die Aussagekraft solcher Empfehlungen gering.
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