Für Senioren ist Vitamin D besonders wichtig, da die körpereigene Synthese über die Haut mit zunehmendem Alter abnimmt und ältere Menschen oft weniger Zeit im Freien verbringen. Ein Mangel kann zu Knochenschwund (Osteoporose), erhöhtem Sturzrisiko und Muskelschwäche beitragen. Studien zeigen zudem mögliche Zusammenhänge mit Immunfunktion und kognitiver Gesundheit, jedoch ist die Evidenz für kausale Effekte außerhalb des Knochenstoffwechsels noch uneinheitlich. Ein Bluttest (25-OH-Vitamin D) gibt Aufschluss über den individuellen Status. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Senioren eine tägliche Zufuhr von 20 µg (800 IE), sofern keine ausreichende Sonnenexposition erfolgt. Eine Supplementierung sollte jedoch nicht blind erfolgen, da eine Überdosierung (Hypercalcämie) riskant ist. Besonders bei Nierenproblemen oder Medikamenteneinnahme ist ärztliche Rücksprache ratsam. Zusammenfassend: Vitamin D ist relevant, aber individuelle Labordiagnostik und ärztliche Begleitung sind empfehlenswert. Die Evidenzlage ist überwiegend praxisgestützt und nicht vollständig durch große RCTs untermauert.
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