Triglyceride sind Blutfette, deren Höhe stark von Ernährung und Lebensstil beeinflusst wird – genetische Faktoren spielen eine untergeordnete Rolle. Für die Darmgesundheit ist relevant, dass ein Ungleichgewicht des Mikrobioms (Dysbiose) die Fettverdauung und -aufnahme stören kann. Ballaststoffarme, zuckerreiche Kost fördert sowohl hohe Triglyceride als auch eine ungünstige Darmflora. Umgekehrt können lösliche Ballaststoffe (z. B. Hafer, Flohsamen) die Triglyceridspiegel senken und kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) aus der Fermentation unterstützen die Darmbarriere. Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) wirken ebenfalls triglyceridsenkend und entzündungshemmend. Ein direkter kausaler Nachweis zwischen Darmgesundheit und Triglyceriden aus großen RCTs fehlt jedoch; die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und beobachtend. Wer seine Triglyceride verbessern will, sollte auf zugesetzten Zucker, Alkohol und raffinierte Kohlenhydrate verzichten, mehr Ballaststoffe essen und regelmäßig bewegen. Ein Mikrobiom-Test kann Hinweise auf Dysbiose geben, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung erhöhter Blutfette.
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