Wie stark ist die Evidenz für VKORC1 in der Nutrigenetik?
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TIKKI Wissensantwort
VKORC1 ist ein zentrales Gen für die Pharmakogenetik von Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin. In der Nutrigenetik hingegen gibt es keine belastbare Evidenz, dass VKORC1-Varianten eine sinnvolle Grundlage für Ernährungsempfehlungen liefern. Die Gen-Umwelt-Interaktionen mit Vitamin K aus der Nahrung sind zwar theoretisch denkbar, aber klinisch nicht ausreichend validiert. Direkt-to-Consumer-Tests, die VKORC1 als ‚nutrigenetischen Marker‘ bewerben, überschätzen die Aussagekraft massiv. Die Effektstärken sind gering, die Studienlage heterogen und die Übertragbarkeit auf gesunde Personen ohne Indikation für Antikoagulation nicht gegeben. Eine Ernährungsumstellung basierend auf VKORC1 ist daher nicht empfohlen. Cave: Wer VKORC1-Testergebnisse für Supplement-Entscheidungen nutzt, riskiert unnötige Eingriffe ohne Nutzen. Die Evidenz ist marketinggetrieben, nicht wissenschaftlich fundiert.
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