Ein Leaky-Gut-Test misst Marker wie Zonulin oder α1-Antitrypsin im Stuhl, um die Durchlässigkeit der Darmbarriere zu bewerten. Müdigkeit wird oft mit einem ‚leaky gut‘ in Verbindung gebracht, da eine gestörte Barriere chronische Entzündungen fördern kann, die wiederum Erschöpfung begünstigen. Allerdings ist die Studienlage hierzu überwiegend mechanistisch und nicht ausreichend, um eine kausale Kette zu belegen. Viele Faktoren – Schlaf, Stress, Ernährung, Mikrobiom – beeinflussen sowohl die Darmpermeabilität als auch die Müdigkeit. Ein positiver Test allein erklärt keine Erschöpfung und sollte nicht als Diagnose verwendet werden. Die Evidenz für kommerzielle Leaky-Gut-Tests ist schwach; sie werden in der klinischen Praxis nicht standardmäßig empfohlen. Wer unter chronischer Müdigkeit leidet, sollte ärztlich abklären lassen (Schilddrüse, Eisen, Vitamine, Schlafapnoe etc.), bevor man auf Darmtests setzt.
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