Ein Testosteron-Test misst in der Regel die Konzentration des Hormons im Blut (Serum/Plasma) und wird zur Diagnose von Hypogonadismus oder anderen hormonellen Störungen eingesetzt. Der Unterschied zu ähnlichen Tests liegt in der Messmethode und Zielsetzung: Während Bluttests den aktuellen Hormonspiegel erfassen, analysieren DNA-basierte Tests (z. B. aus Speichel) genetische Varianten, die mit der Testosteronproduktion oder -wirkung assoziiert sein könnten. Solche Gentests sind jedoch nicht klinisch validiert und können den direkten Bluttest nicht ersetzen. Die Evidenz für prädiktive genetische Marker für Testosteronspiegel ist schwach (meist GWAS mit kleinen Effekten). Zudem unterliegt Testosteron starken tageszeitlichen Schwankungen und wird durch Lebensstil, Alter und Medikamente beeinflusst. Ein direkter Bluttest (morgens nüchtern) bleibt der Goldstandard. Vorsicht vor Tests, die ohne ärztliche Indikation angeboten werden – sie können zu Fehlinterpretationen oder unnötigen Supplementierungen führen.
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