Magnesium wird oft als ‚Anti-Stress-Mineral‘ bezeichnet, da es an der Regulation des Stresshormons Cortisol beteiligt ist. Studien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Magnesiumzufuhr bei chronischem Stress oder Schlafmangel den Cortisolspiegel moderat senken kann – insbesondere abends. Die Effekte sind jedoch individuell und nicht mit Medikamenten vergleichbar. Ein Mangel an Magnesium kann die Stressantwort verstärken, aber eine Supplementierung ist nur bei nachgewiesenem Defizit sinnvoll. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien und kleinen Interventionen; große randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Zudem ist Magnesium kein Ersatz für Stressmanagement, Bewegung oder ausreichend Schlaf. Hohe Dosen können Durchfall oder Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen. Ein Bluttest auf Magnesium (im Serum oder Vollblut) gibt Aufschluss über den Status. Wer seinen Cortisolspiegel nachhaltig senken möchte, sollte auf eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Schlafhygiene achten – Magnesium kann dabei unterstützen, ist aber kein Wundermittel.
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