LDL (Low-Density-Lipoprotein) wird oft als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet, hat aber physiologische Funktionen: Es transportiert Lipide zu den Zellen, die für Membranaufbau und Hautbarriere essenziell sind. Die Haut benötigt Fettsäuren und Cholesterin für ihre Schutzfunktion und Wundheilung. Allerdings gibt es keine belastbaren Humanstudien, die belegen, dass ein erhöhter LDL-Spiegel die Hautgesundheit verbessert. Im Gegenteil: Oxidiertes LDL kann Entzündungsprozesse fördern und wird mit Hauterkrankungen wie Psoriasis in Verbindung gebracht. Die Evidenz für einen positiven Effekt von LDL auf die Haut ist rein mechanistisch – die Haut braucht Lipide, aber nicht zwingend viel LDL. Eine ausgewogene Lipidversorgung über die Ernährung (z. B. essenzielle Fettsäuren) ist wichtiger. Zudem ist ein hoher LDL-Wert ein kardiovaskulärer Risikofaktor. Daher ist die Aussage „LDL hilft der Haut“ irreführend und nicht durch klinische Daten gestützt. Wer seine Hautgesundheit verbessern möchte, sollte auf eine insgesamt ausgewogene Ernährung, ausreichend Omega-3-Fettsäuren und Hautpflege achten – nicht auf LDL-Erhöhung.
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