Longevity-DNA-Tests analysieren häufig Varianten in Genen wie FOXO3, SIRT1 oder PPARG, die in GWAS mit Langlebigkeit oder Stoffwechsel assoziiert wurden. Der direkte Bezug zu Sport ist jedoch schwach. So ist rs2802292 (FOXO3) mit einer geringfügig verlängerten Lebensspanne assoziiert, aber der Effekt ist winzig (Beta 0,022 für Blutplättchenbreite) und nicht auf sportliche Leistung übertragbar. SIRT1 rs12778366 wurde mit metabolischem Syndrom in Verbindung gebracht, nicht mit Ausdauer oder Regeneration. Es gibt keine belastbaren Studien, die zeigen, dass diese Genvarianten Trainingserfolge vorhersagen. Marketing übertreibt oft die Relevanz für den Sport. Die Evidenz basiert auf populationsgenetischen Assoziationen, nicht auf kausalen Mechanismen. Ein Longevity-DNA-Test kann daher keine personalisierten Trainingsempfehlungen liefern. Wer seine Sportroutine optimieren möchte, sollte sich auf etablierte Faktoren wie Trainingsintensität, Ernährung und Erholung konzentrieren – nicht auf fragwürdige genetische Marker.
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