Die Frage, ob das FTO-Gen bei Fatigue (Erschöpfung) sinnvoll ist, lässt sich aus der aktuellen Evidenzlage nicht klar bejahen. FTO (rs9939609 u.a.) ist vor allem mit Adipositas, Appetitregulation und Energiehomöostase assoziiert – nicht direkt mit Fatigue als klinischem Symptom. Einige Studien deuten auf einen indirekten Zusammenhang hin: Träger des Risikoallels haben möglicherweise ein verändertes Sättigungsgefühl und eine höhere Kalorienaufnahme, was langfristig zu Übergewicht und damit verbundener Müdigkeit führen kann. Allerdings ist die Effektgröße gering, und Fatigue hat viele Ursachen (Schlafmangel, Stress, Nährstoffmangel, Schilddrüse, psychische Faktoren). Ein FTO-Test allein liefert keine klinisch verwertbare Aussage zur Erschöpfung. Die Evidenz ist mechanistisch und populationsbasiert, nicht diagnostisch. Für eine Fatigue-Abklärung sind Blutbild, Eisenstatus, Vitamin D, B12, Schilddrüsenwerte und ein ärztliches Gespräch notwendig. MyBody-X-DNA-Tests sind keine medizinische Diagnostik. Daher: FTO-Genotypisierung ist bei Fatigue nicht sinnvoll.
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