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Ist CRP Entzündung bei Langlebigkeit sinnvoll?

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Ist CRP Entzündung bei Langlebigkeit sinnvoll?

Die Frage, ob CRP (C-reaktives Protein) als Entzündungsmarker für Langlebigkeit sinnvoll ist, lässt sich aus der vorliegenden Evidenz nur eingeschränkt beantworten. CRP wird im Rahmen des MyBody-X Cardio Risk Check als hsCRP gemessen und liefert eine aktuelle Momentaufnahme der systemischen Entzündung. Epidemiologische Studien zeigen, dass chronisch leicht erhöhtes CRP mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolisches Syndrom und vorzeitige Alterung assoziiert ist – alles Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen können. Allerdings ist CRP kein direkter Langlebigkeitsmarker, sondern ein unspezifischer Risikoindikator. Sehr niedrige CRP-Werte sind nicht zwangsläufig „besser“, da eine gewisse Entzündungsaktivität für die Immunabwehr notwendig ist. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien; es fehlen randomisierte Interventionen, die eine Senkung von CRP allein mit verlängerter Lebensspanne belegen. Zudem können viele Faktoren (Infektionen, Rauchen, Adipositas) CRP akut beeinflussen. Für eine individuelle Langlebigkeitsbewertung ist CRP daher nur im Kontext weiterer Biomarker und klinischer Daten sinnvoll. Direkte genetische Tests auf CRP-Polymorphismen (z. B. rs1205) haben bislang keine ausreichende prädiktive Aussagekraft für die Lebenserwartung.

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