Mythen vs. Fakten: Leaky-Gut-Test in den Wechseljahren. Der Begriff „Leaky Gut“ (durchlässiger Darm) wird oft mit unspezifischen Symptomen wie Blähungen, Müdigkeit oder Gelenkschmerzen in Verbindung gebracht, die auch in den Wechseljahren häufig auftreten. Einige Anbieter vermarkten Tests (z. B. Zonulin-Messung im Stuhl oder Lactulose/Mannitol-Tests) als Diagnosewerkzeug. Fakt ist: Die wissenschaftliche Evidenz für die klinische Validität solcher Tests ist schwach. Die Menopause selbst verändert die Darmbarriere durch Östrogenabfall und erhöhte Entzündungsneigung (erhöhtes CRP), aber ein positiver Leaky-Gut-Test allein hat keinen etablierten Krankheitswert. Die von MyBody-X angebotenen DNA-Tests (z. B. rs5082 in APOA2) haben keinen direkten Bezug zur Darmpermeabilität. Viele Studien zu Leaky-Gut-Tests sind klein, nicht reproduziert oder von der Industrie gesponsert. Daher: Keine Selbstdiagnose oder Selbsttherapie (z. B. mit L-Glutamin oder speziellen Diäten) ohne ärztliche Abklärung. Ein ganzheitlicher Ansatz mit entzündungshemmender Ernährung, Bewegung und Stressmanagement ist evidenzbasierter. Evidenz: unklar.
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