APOE (Apolipoprotein E) ist ein Gen, das den Fettstoffwechsel und das Alzheimer-Risiko beeinflusst. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was sich auf Cholesterinwerte und kognitive Funktionen auswirken kann. Ein verbreiteter Mythos besagt, dass APOE4-Trägerinnen zwangsläufig eine Demenz entwickeln – das ist falsch. APOE4 erhöht das Risiko für späte Alzheimer-Erkrankung, aber viele Trägerinnen bleiben gesund. Ein weiterer Mythos: Spezielle Nahrungsergänzungsmittel könnten das APOE4-Risiko in den Wechseljahren aufheben. Die Evidenz dafür ist schwach; Omega-3-Fettsäuren zeigen in Studien heterogene Ergebnisse. Fakt ist: Ein gesunder Lebensstil (Bewegung, mediterrane Ernährung, Gewichtskontrolle) wirkt sich positiv auf beide Faktoren aus, unabhängig vom APOE-Status. Ein Gentest kann Aufschluss geben, aber die klinische Relevanz für die Menopause ist begrenzt. Die Aussagekraft ist moderat, da die meisten Studien beobachtend sind und viele Störfaktoren haben. Vorsicht vor überzogenen Versprechen von personalisierten Menopause-Programmen basierend auf APOE.
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