Haarausfall bei Kindern ist meist vorübergehend und harmlos, kann aber auch auf behandelbare Erkrankungen hinweisen. Häufige Ursachen sind: Telogeneffluvium (nach Fieber, Stress), Tinea capitis (Pilzinfektion), Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) oder Nährstoffmangel (Eisen, Zink, Biotin). Auch mechanische Belastung (Zopf, enge Frisuren) oder Trichotillomanie (Haarausreißen) kommen vor. Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn der Haarausfall plötzlich auftritt, mit Hautveränderungen (Rötung, Schuppung) einhergeht oder länger als 3 Monate anhält. Blutuntersuchungen (Ferritin, Zink, Schilddrüse) und eine Pilzkultur können helfen. Die Prognose ist meist gut. Keine Evidenz für routinemäßige DNA-Tests bei Kindern – diese sind nicht indiziert. Evidenz: klinische Praxis.
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