Dinkel (Triticum spelta) ist eine alte Weizenart und enthält wie alle Weizensorten Gluten – genauer gesagt Gliadin und Glutenin. Der Glutengehalt ist meist etwas niedriger als bei modernem Weizen, aber für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet. Ein DNA-Test (HLA-DQ-Typisierung) kann das genetische Risiko für Zöliakie abschätzen, nicht aber eine Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) oder die individuelle Verträglichkeit von Dinkel. Die Evidenz für die genetische Vorhersage von Zöliakie ist stark (human-strong), jedoch gibt es keine validierten genetischen Marker für NCGS oder Dinkelunverträglichkeit. Der Test hilft also nur, wenn Sie wissen wollen, ob Sie überhaupt ein Zöliakie-Risiko tragen. Bei negativem HLA-DQ ist Zöliakie extrem unwahrscheinlich, aber eine NCGS bleibt möglich. Viele Menschen mit NCGS berichten, Dinkel besser zu vertragen – das ist jedoch individuell und nicht genetisch vorhersagbar. Ein DNA-Test allein kann daher keine klare Antwort geben, ob Sie Dinkel essen können. Bei Verdacht auf Glutenprobleme ist eine ärztliche Abklärung (inkl. Dünndarmbiopsie) sinnvoll.
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