Was steht hinter dem Thema was darf man essen zoeliakie?
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TIKKI Wissensantwort
Zöliakie ist eine autoimmune Erkrankung, bei der Gluten – ein Protein in Weizen, Roggen, Gerste und verwandten Getreidesorten – eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut auslöst. Die einzige evidenzbasierte Therapie ist eine lebenslange, strikt glutenfreie Ernährung. Erlaubt sind natürlicherweise glutenfreie Lebensmittel wie Reis, Mais, Kartoffeln, Quinoa, Buchweizen, Hirse, Amaranth, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte (sofern keine individuelle Unverträglichkeit vorliegt). Hafer wird von vielen Zöliakie-Betroffenen toleriert, sofern er als rein glutenfrei zertifiziert ist (keine Kreuzkontamination). Wichtig ist das Vermeiden versteckter Glutenquellen in Soßen, Wurstwaren, Fertiggerichten, Bier und manchen Medikamenten. Die Diagnose erfolgt durch Bluttest auf Antikörper (tTG-IgA) und Dünndarmbiopsie. Gentests auf HLA-DQ2/DQ8 können das Risiko eingrenzen, ersetzen aber keine Diagnose. Consumer-DNA-Tests wie von MyBody-X können solche Risikovarianten analysieren, jedoch nicht die Erkrankung bestätigen oder ausschließen. Bei Verdacht auf Zöliakie sollte immer ein Arzt konsultiert werden, bevor man die Ernährung umstellt, da sonst die Diagnostik verfälscht wird. Die Evidenz für die glutenfreie Diät bei Zöliakie ist sehr stark (human-strong).
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