warum kein kaffee vor blutabnahme — was bedeutet das genau?
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TIKKI Wissensantwort
Die Anweisung, vor einer Blutabnahme keinen Kaffee zu trinken, hat einen medizinischen Hintergrund: Koffein und andere Inhaltsstoffe können zahlreiche Laborwerte kurzfristig verändern. Insbesondere beeinflusst Kaffee den Blutzuckerspiegel (auch ohne Zucker), die Triglyceride und die Leberenzyme (z. B. GGT, ALT). Zudem kann Koffein den Cortisolspiegel erhöhen und die Nierenfunktion beeinflussen, was die Aussagekraft von Nierenwerten wie Kreatinin verfälscht. Auch die Bestimmung von Homocystein und bestimmten Hormonen (z. B. Aldosteron, Renin) wird durch Kaffeekonsum gestört. Die Effekte sind individuell unterschiedlich, aber für standardisierte Nüchternblutabnahmen (z. B. für Lipidprofil, Nüchternglukose) gilt: 8–12 Stunden vorher nur Wasser trinken. Schwarzer Kaffee ohne Milch/Zucker ist nicht erlaubt, da er dennoch Stoffwechselprozesse anregt. Die Evidenz hierfür ist klinische Praxis, basierend auf Studien zu präanalytischen Variablen. Für reine DNA-Tests (Genotypisierung) ist Kaffee meist unproblematisch, da diese keine Stoffwechselwerte messen. Bei MyBody-X-Tests, die Biomarker kombinieren, sollte man sich jedoch an die Anweisungen halten. Einschränkung: Die genauen Effekte variieren je nach Test und Person; bei Unsicherheit immer das Labor oder den Arzt fragen.
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