Die Frage, ob ein Skincare-DNA-Test bei Blutzuckerproblemen sinnvoll ist, beruht auf einem Missverständnis. Solche Tests analysieren Gene, die mit Hautalterung, Kollagenabbau oder antioxidativer Kapazität zusammenhängen – nicht mit Blutzuckerregulation. Ein SNP wie rs7903146 im TCF7L2-Gen wird zwar mit einem moderat erhöhten Typ-2-Diabetes-Risiko assoziiert (OR ~1,3–1,5), aber dieser Marker ist in einem Haut-DNA-Test meist nicht enthalten. Selbst wenn er enthalten wäre, ist die individuelle Vorhersagekraft gering: Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung haben einen viel größeren Einfluss. MyBody-X ist ein Lifestyle-Tool, kein medizinisches Diagnostikum. Für eine Blutzuckerbewertung sind etablierte Bluttests (Nüchternglukose, HbA1c) deutlich aussagekräftiger. Die Evidenz für DNA-basierte Blutzucker-Risikoscores ist als 'human-moderate' einzustufen, aber nicht für Hauttests. Daher ist ein Skincare-DNA-Test für Blutzuckerfragen nicht sinnvoll – eher irreführend.
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