COMT (Catechol-O-Methyltransferase) baut Katecholamine wie Adrenalin und Dopamin ab. Eine verminderte Enzymaktivität (z. B. durch den Val158Met-Polymorphismus) kann zu erhöhten Katecholaminspiegeln führen, was die Stressachse aktiviert und über Cortisol die Gluconeogenese in der Leber steigert – theoretisch ein Risiko für erhöhte Blutzuckerwerte. Allerdings ist die direkte Evidenz für einen klinisch relevanten Zusammenhang zwischen COMT-Varianten und Nüchternblutzucker oder Diabetes schwach. Die meisten Studien sind klein, widersprüchlich oder mechanistisch. Zudem wird der Effekt durch Ernährung, Bewegung und andere Gene (z. B. ADRB2, TCF7L2) überlagert. Ein Consumer-DNA-Test zu COMT liefert daher keine verlässliche Aussage über Ihr persönliches Blutzuckerrisiko. Lassen Sie Ihren Blutzucker nüchtern und postprandial ärztlich messen – das ist deutlich aussagekräftiger als jede Genanalyse.
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