Mythos: HbA1c wird nur durch die Ernährung bestimmt. Fakt: Auch chronischer Stress kann den HbA1c-Wert erhöhen. Stresshormone wie Cortisol fördern die Gluconeogenese in der Leber und reduzieren die Insulinempfindlichkeit, was zu höheren Blutzuckerspiegeln führt. Studien zeigen, dass Menschen mit hohem Stresslevel im Durchschnitt einen um 0,2–0,5 % höheren HbA1c haben können. Allerdings ist der Effekt moderat und individuell unterschiedlich. Wichtig: HbA1c bleibt der Goldstandard für die Langzeit-Blutzuckerkontrolle, aber Stressmanagement kann ein unterstützender Faktor sein. Caveat: Akuter Stress verfälscht den HbA1c nicht, da er die letzten 2–3 Monate abbildet. Chronischer Stress hingegen kann sich über Monate summieren. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Daher ist die Aussagekraft begrenzt, aber plausibel.
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