Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Biomarker für die Eisenversorgung des Körpers. Sportliche Aktivität kann den Ferritinspiegel auf verschiedene Weise beeinflussen: Einerseits kann intensives Ausdauertraining durch Mikrotraumen und Hämolyse zu erhöhtem Eisenverlust führen, andererseits kann chronische Entzündung durch Training den Ferritinspiegel als Akute-Phase-Protein erhöhen, ohne dass die Eisenspeicher tatsächlich gefüllt sind. Ein niedriger Ferritinwert (z. B. <30 ng/ml) kann auf Eisenmangel hinweisen, der die Leistungsfähigkeit – insbesondere bei Ausdauersport – beeinträchtigt. Ein hoher Ferritinwert (>200 ng/ml bei Männern, >150 ng/ml bei Frauen) kann auf Entzündung, Eisenüberladung oder beides hindeuten. Die Interpretation ist komplex und erfordert die Berücksichtigung von CRP, Transferrinsättigung und individuellen Faktoren. Direkte Evidenz aus dem gegebenen Kontext liegt nicht vor; die Aussagen basieren auf allgemeiner medizinischer Praxis. Caveat: Ferritin allein reicht nicht zur Diagnose – immer ärztlich abklären lassen.
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