Die Frage, ob FADS1 bei Sport hilft, lässt sich mit der aktuellen Studienlage nicht klar bejahen. FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die an der Umwandlung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Omega‑3 und Omega‑6) beteiligt ist. Varianten in diesem Gen können die Fettsäurezusammensetzung im Blut beeinflussen, was theoretisch Auswirkungen auf Entzündungsreaktionen und Regeneration nach dem Training haben könnte. Bisherige Forschung ist jedoch überwiegend mechanistisch oder stammt aus GWAS, die Assoziationen mit Blutwerten, aber nicht direkt mit sportlicher Leistung zeigen. Es gibt keine robusten Humanstudien, die einen klaren Vorteil von FADS1-Varianten für Ausdauer, Kraft oder Erholung belegen. Zudem sind Effektstärken klein und stark von der Ernährung (insbesondere der Aufnahme von Omega‑3/6) abhängig. Ein direkter DNA-Test für Sportoptimierung auf Basis von FADS1 ist daher nicht evidenzbasiert. MyBody-X-Tests liefern hier lediglich Hinweise, keine Handlungsanweisungen. Wer seine Fettsäurewerte verbessern möchte, sollte eher auf eine ausgewogene Ernährung mit Fisch, Nüssen und hochwertigen Ölen achten, als auf ein einzelnes Gen zu setzen. Die Evidenz ist als ‚mechanistisch/unclear‘ einzustufen.
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