Als Elternteil sollten Sie einen Allergietest für Ihr Kind nicht über einen Heim-DNA-Test oder eine Online-Plattform wie MyBody-X durchführen lassen. Solche Tests basieren auf polygenen Risikoscores oder einzelnen SNPs, die für Allergien keine klinische Validität haben. Der richtige Weg ist die Vorstellung bei einem Kinder- oder Jugendallergologen. Dieser führt standardisierte Verfahren durch: Prick-Tests (Hauttest) oder spezifische IgE-Bestimmung im Blut. Die Evidenz für diese klinischen Tests ist stark (human-strong), während Consumer-DNA-Tests für Allergien als Marketing ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage einzustufen sind. Wichtig: Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie oder Heuschnupfen sollte immer ein Arzt konsultiert werden, da falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse aus Laien-Tests zu unnötigen Diäten oder Risiken führen können. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten bei medizinischer Indikation. Caveat: Kein Test ersetzt eine ärztliche Anamnese und ggf. eine kontrollierte Provokation.
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