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Evidenz-Check: HLA-DQ2 im Kontext von Haut

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Evidenz-Check: HLA-DQ2 im Kontext von Haut

HLA-DQ2 ist ein zentraler genetischer Risikofaktor für Zöliakie, eine Autoimmunerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Im Hautkontext ist die wichtigste Assoziation die Dermatitis herpetiformis (DH), die als kutane Manifestation der Zöliakie gilt. Über 90 % der DH-Patienten tragen HLA-DQ2, und die Evidenz für diesen Zusammenhang ist human-strong (zahlreiche kontrollierte Studien, Metaanalysen und Leitlinien). DH äußert sich als stark juckende, bläschenbildende Hautausschläge an Ellbogen, Knien und Gesäß. Die Diagnose erfolgt über Hautbiopsie mit direkter Immunfluoreszenz sowie serologische Zöliakie-Marker. Eine glutenfreie Diät führt in der Regel zur Abheilung der Hautläsionen. Für andere Hauterkrankungen (z. B. Psoriasis, atopische Dermatitis) gibt es Hinweise auf eine mögliche Beteiligung von HLA-DQ2, jedoch ist die Evidenz hier schwächer und nicht ausreichend für eine klinische Empfehlung. Wichtig: Der Nachweis von HLA-DQ2 allein ist nicht diagnostisch – viele Träger entwickeln nie eine Zöliakie oder DH. Ein Gentest kann das Risiko abschätzen, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung. Bei Hautsymptomen mit Verdacht auf DH sollte immer ein Dermatologe konsultiert werden.

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