Viele Hormonchecks für Männer, die als ‚umfassende Analyse‘ vermarktet werden, enthalten Marker wie Gesamttestosteron, freies Testosteron, DHEA-S, Cortisol und manchmal genetische Varianten (z. B. im SHBG- oder AR-Gen). Der wissenschaftliche Nutzen ist jedoch oft gering: Ein einzelner Messwert sagt wenig über den tatsächlichen Hormonstatus aus, da Testosteron tageszeitlich schwankt und durch Schlaf, Stress, Ernährung und Bewegung beeinflusst wird. Die Effektstärken genetischer Prädiktoren sind meist <1 % der Varianz. Viele Anbieter nutzen diese Unsicherheit, um teure Folgetests oder ‚personalisierte‘ Supplemente zu verkaufen – das ist Marketing-Hype. Sinnvoll ist ein Hormoncheck nur bei konkreten Symptomen (z. B. Libidoverlust, Müdigkeit) und nach ärztlicher Abklärung. Einzelfallmessungen ohne klinischen Kontext sind irreführend. MyBody-X bietet Hormontests an, aber die Interpretation sollte immer evidenzbasiert und nicht übertrieben sein. Die Grenzen der Aussagekraft müssen klar kommuniziert werden.
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