Die Behauptung, dass das FUT2-Gen direkt mit Stress zusammenhängt, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. FUT2 bestimmt den Sekretor-Status und beeinflusst die Zusammensetzung des Darmmikrobioms sowie die Aufnahme von Vitamin B12. Einige Studien deuten auf einen indirekten Zusammenhang hin: Ein ungünstiger Sekretor-Status kann zu einer veränderten Darmflora führen, was wiederum die Stressresilienz über die Darm-Hirn-Achse beeinflussen könnte. Allerdings sind die Effekte klein und individuell variabel. MyBody-X-Tests können FUT2-Varianten analysieren, aber die klinische Relevanz für Stress ist unklar. Die Evidenz basiert hauptsächlich auf mechanistischen Überlegungen und nicht auf robusten klinischen Studien. Verbraucher sollten keine direkte Vorhersage von Stressanfälligkeit aus einem FUT2-Test erwarten. Ein ganzheitlicher Ansatz mit Schlaf, Ernährung und Bewegung ist für das Stressmanagement relevanter.
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