Das LCT-Gen kodiert für das Enzym Laktase, das für die Spaltung von Laktose in Glukose und Galaktose verantwortlich ist. Genetische Varianten (z. B. rs4988235) bestimmen, ob eine Person Laktase persistiert (laktosetolerant) oder nicht (laktoseintolerant). Ein direkter, evidenzbasierter Zusammenhang zwischen LCT-Varianten und Schlafqualität oder Schlafstörungen existiert nicht. Indirekt kann eine Laktoseintoleranz zu Blähungen, Bauchschmerzen und einem gestörten Darmmikrobiom führen – Faktoren, die über die Darm-Hirn-Achse die Schlafqualität beeinträchtigen könnten. Eine Studie (PMID:39641896) zeigte, dass bei SIBO-Patienten die Behandlung mit Rifaximin die duodenale Laktaseaktivität erhöhte, was auf eine Wechselwirkung zwischen Darmbakterien und Laktase hindeutet. Dennoch fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die LCT-Genotypen direkt mit Schlafparametern assoziieren. Die Evidenz ist daher mechanistisch und spekulativ. MyBody-X-Tests sind nicht diagnostisch und sollten nicht als Grundlage für Schlafinterventionen dienen. Bei anhaltenden Schlafproblemen sind bewährte Maßnahmen wie Schlafhygiene, Stressmanagement und ärztliche Abklärung zu empfehlen.
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