Stuhlproben-Checks (z. B. zur Mikrobiomanalyse) werden zunehmend als Direkt-zu-Verbraucher-Tests angeboten. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch gemischt. Einige Studien zeigen, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms mit Gesundheit und Krankheit assoziiert ist, aber die klinische Aussagekraft einzelner Stuhltests ist oft begrenzt. Die Ergebnisse variieren stark je nach Labor, Methode und Tagesform. Zudem fehlen standardisierte Referenzwerte und prospektive Studien, die belegen, dass Interventionen basierend auf solchen Tests tatsächlich die Gesundheit verbessern. Ein Stuhltest kann Hinweise auf grobe Dysbiosen oder bestimmte Pathogene geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik. Die Evidenz für personalisierte Ernährungsempfehlungen aus Stuhltests ist noch schwach. Verbraucher sollten skeptisch sein gegenüber übertriebenen Versprechungen und die Ergebnisse mit einem Arzt besprechen.
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