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Evidenz-Check: Ferritin im Kontext von Schlaf

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Evidenz-Check: Ferritin im Kontext von Schlaf

Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Biomarker für die Eisenversorgung des Körpers. Ein niedriger Ferritinspiegel wird mit Schlafstörungen in Verbindung gebracht, insbesondere mit dem Restless-Legs-Syndrom (RLS). Studien zeigen, dass eine Eisenverarmung (Ferritin < 50–75 µg/L) die Dopaminregulation im Gehirn beeinträchtigen und RLS-Symptome auslösen oder verschlimmern kann, was zu Einschlaf- und Durchschlafstörungen führt. Allerdings ist Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein: Bei Entzündungen kann es erhöht sein, selbst bei gleichzeitigem Eisenmangel. Ein einzelner Ferritinwert ohne weitere Marker (z. B. CRP, Transferrinsättigung) ist daher nur begrenzt aussagekräftig. Die Evidenz für einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Ferritin und Schlafqualität bei gesunden Menschen ohne RLS ist moderat und basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien. Ein routinemäßiges Ferritin-Screening bei Schlafproblemen ist nicht generell empfohlen, kann aber bei Verdacht auf RLS oder Eisenmangel sinnvoll sein. Caveat: Nahrungsergänzung mit Eisen sollte nur nach ärztlicher Abklärung erfolgen, da Überschuss schädlich ist. Insgesamt ist Ferritin ein nützlicher, aber nicht alleiniger Indikator im Schlafkontext.

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