Die Beziehung zwischen Vitamin B12 und der Haut ist komplex. Ein Mangel an B12 kann zu Hautveränderungen wie Hyperpigmentierung (besonders an Händen und Füßen), Vitiligo, Glossitis (Zungenentzündung) oder einer gelblichen Hautverfärbung führen. Ursachen sind oft eine unzureichende Zufuhr bei veganer Ernährung, Resorptionsstörungen (z. B. bei Magen-Darm-Erkrankungen) oder Medikamente wie Metformin. Umgekehrt kann eine hochdosierte B12-Supplementierung bei manchen Menschen Akne oder Rosazea-ähnliche Hautausschläge auslösen – vermutlich durch eine Veränderung der Hautflora oder eine Überstimulation von Talgdrüsen. Direkt-to-Consumer-DNA-Tests, die angebliche B12-Genvarianten analysieren, haben meist eine schwache Evidenz und können keine klinische Diagnose ersetzen. Sinnvoller ist eine ärztliche Bestimmung des Holo-Transcobalamin-Werts (aktives B12) bei Hautproblemen unklarer Ursache. Die Evidenz für B12 und Haut ist überwiegend auf Fallberichte und kleine Studien gestützt; große randomisierte Studien fehlen. Vorsicht vor Selbstmedikation mit hohen Dosen ohne vorherige Labordiagnostik.
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