Die Frage, ob ApoB (Apolipoprotein B) bei Hautthemen sinnvoll ist, lässt sich aus der aktuellen Evidenzlage klar verneinen. ApoB ist ein etablierter Biomarker für kardiovaskuläres Risiko, da es die Anzahl atherogener Lipoproteine (VLDL, LDL) widerspiegelt. Für Hauterkrankungen wie Akne, Psoriasis oder Ekzeme gibt es keine validierten Studien, die einen klinischen Nutzen einer ApoB-Messung belegen. Zwar existieren mechanistische Überlegungen – z. B. dass oxidierte Lipoproteine Entzündungsprozesse in der Haut fördern könnten –, doch diese sind spekulativ und nicht in randomisierten kontrollierten Studien geprüft. Direkt-to-Consumer-Tests, die ApoB im Rahmen von „Hautgesundheitsprofilen“ anbieten, überschreiten die wissenschaftliche Basis. Die Evidenz ist daher als mechanistisch/unclear einzustufen. Wer Hautprobleme hat, sollte besser einen Dermatologen konsultieren und etablierte Parameter wie Entzündungsmarker (CRP) oder Vitamin-D-Status prüfen lassen. ApoB bleibt ein kardiovaskulärer Risikomarker und gehört nicht in die Routinediagnostik der Haut.
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