Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und wird klassisch zur Beurteilung des Eisenstatus genutzt. Im Kontext von Allergien gibt es keine etablierte klinische Rolle. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Eisenmangel und veränderter Immunantwort hin – etwa bei atopischer Dermatitis oder Asthma –, jedoch ist die Evidenzlage schwach und widersprüchlich. Erhöhte Ferritinwerte können auch als Akute-Phase-Protein bei Entzündungen ansteigen, was die Interpretation bei allergischen Erkrankungen erschwert. Direkte genetische Assoziationen (z. B. über HFE oder TMPRSS6) sind nicht spezifisch für Allergien. Consumer-Labortests, die Ferritin im Blut messen, sind validiert, aber ohne ärztliche Einordnung nicht aussagekräftig. Ein Ferritin-Check als „Allergie-Marker“ ist wissenschaftlich nicht haltbar. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und basiert auf Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Fazit: Ferritin kann im Rahmen einer allgemeinen Gesundheitsbewertung sinnvoll sein, aber nicht als spezifischer Allergie-Test.
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