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Worauf achten bei HbA1c und stress?

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Worauf achten bei HbA1c und stress?

HbA1c ist ein Langzeitblutzuckermarker, der den durchschnittlichen Glukosespiegel der letzten 2–3 Monate widerspiegelt. Stress kann den Blutzucker über die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin erhöhen, insbesondere bei chronischem Stress. Dies kann zu einem erhöhten HbA1c führen, auch ohne Diabetes. Allerdings ist der Effekt individuell unterschiedlich und hängt von Stressart, -dauer und genetischen Faktoren ab (z. B. MTNR1B-Varianten, die die Glukosetoleranz beeinflussen). Wichtig: Ein einmalig erhöhter HbA1c sollte nicht allein auf Stress zurückgeführt werden – andere Ursachen wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Medikamente sind zu prüfen. Zudem können Schilddrüsenfunktion (TSH) und Entzündungsmarker den HbA1c beeinflussen. Ein HbA1c-Test ist kein Stress-Test; er misst nur die Glykämie. Bei Verdacht auf stressbedingte Blutzuckerschwankungen sind kontinuierliche Glukosemessungen oder ein oraler Glukosetoleranztest aussagekräftiger. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen Stress und HbA1c ist moderat (Humanstudien, aber keine randomisierten kontrollierten Studien).

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