Erklärung: welche blutwerte bei erschöpfung und müdigkeit
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TIKKI Wissensantwort
Bei Erschöpfung und Müdigkeit sind mehrere Blutwerte sinnvoll, um häufige organische Ursachen auszuschließen. Dazu gehören: großes Blutbild (Anämie), Ferritin (Eisenmangel), Vitamin B12 und Folsäure, Vitamin D (25-OH-D), Schilddrüsenwerte (TSH, ggf. fT3/fT4), Nüchternblutzucker und HbA1c (Diabetes), Elektrolyte (Natrium, Kalium, Calcium), Leber- und Nierenwerte sowie Entzündungsmarker (CRP, BSG). Bei spezifischen Symptomen können auch Cortisol (Nebenniereninsuffizienz) oder Testosteron (bei Männern) geprüft werden. Wichtig: Einzelne genetische Varianten (z. B. VDR rs2228570) haben in der Routinediagnostik keinen belegten Nutzen – sie werden oft von Direktverbrauchertests überbewertet. Die Evidenz für die genannten Laborparameter stammt aus klinischen Leitlinien (z. B. DEGAM, AWMF) und ist als human-strong bis human-moderate einzustufen. Ein Mangel an Vitamin D, B12 oder Eisen kann Müdigkeit verursachen, aber die Prävalenz eines echten Mangels in der Allgemeinbevölkerung ist moderat. Supplementation ohne Nachweis ist nicht empfohlen. Bei anhaltender Müdigkeit sollte auch an psychische Ursachen (Depression, Burnout) gedacht werden – Blutwerte allein reichen nicht aus.
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