Die Evidenz für eine direkte Verbindung zwischen FUT2 (Fucosyltransferase 2) und Schlaf ist sehr schwach. FUT2 bestimmt den Sekretor-Status und beeinflusst die Aufnahme von Vitamin B12 sowie die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Einige Studien deuten auf einen indirekten Zusammenhang hin: Ein veränderter B12-Spiegel oder eine Dysbiose könnten theoretisch den Schlaf beeinflussen, etwa über die Melatonin-Synthese oder entzündliche Prozesse. Allerdings fehlen robuste Humanstudien, die einen kausalen oder auch nur konsistenten assoziativen Effekt belegen. Die meisten Erkenntnisse stammen aus mechanistischen oder populationsgenetischen Arbeiten (GWAS) ohne direkte Schlafendpunkte. Daher ist eine evidenzbasierte Aussage zu FUT2 und Schlaf derzeit nicht möglich. MyBody-X-Tests, die solche Varianten analysieren, liefern keine klinische Schlafdiagnostik. Für Schlafprobleme sind Lichtexposition, Stressmanagement und Schlafhygiene weitaus relevantere Faktoren als ein einzelnes Gen. Eine individuelle Beratung durch einen Schlafmediziner ist bei anhaltenden Beschwerden angeraten.
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