FT3 steht für freies Trijodthyronin, die biologisch aktive Form des Schilddrüsenhormons T3. Es wird hauptsächlich in der Schilddrüse produziert, aber auch durch Umwandlung aus T4 (Thyroxin) in peripheren Geweben. FT3 reguliert den Grundumsatz, die Herzfrequenz, die Körpertemperatur und den Fettstoffwechsel. Ein FT3-Test misst den Anteil des Hormons, der nicht an Transportproteine gebunden ist und somit direkt in die Zellen wirken kann. Normwerte liegen meist zwischen 2,0 und 4,4 pg/ml, variieren aber je nach Labor. Niedrige FT3-Werte können auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder eine nicht-schilddrüsenbedingte Erkrankung (Euthyroid-Sick-Syndrom) hinweisen. Hohe Werte deuten oft auf eine Überfunktion (Hyperthyreose) oder eine T3-Thyreotoxikose hin. Wichtig: FT3 allein reicht nicht zur Diagnose; TSH und FT4 sollten immer mitbestimmt werden. Die Evidenz für die klinische Relevanz von FT3 ist stark (human-strong). Caveat: Schwankungen durch Tageszeit, Medikamente oder Ernährung sind möglich. Ein Arzt sollte die Werte im Gesamtkontext interpretieren.
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