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Myths vs Facts: tTG IgA und Darmgesundheit

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Myths vs Facts: tTG IgA und Darmgesundheit

tTG-IgA (Gewebstransglutaminase-IgA) ist der primäre serologische Marker für Zöliakie, einer autoimmunen Enteropathie, die durch Gluten ausgelöst wird. Ein positiver tTG-IgA-Test weist mit hoher Sensitivität und Spezifität (>95 %) auf eine aktive Zöliakie hin, sofern der Patient IgA-kompetent ist. Ein negativer Test schließt Zöliakie jedoch nicht vollständig aus, insbesondere bei IgA-Mangel oder frühem Krankheitsstadium. Mythos: tTG-IgA allein reicht für die Diagnose. Fakt: Die Diagnose erfordert gemäß ESPGHAN-Richtlinien bei Erwachsenen eine Dünndarmbiopsie, bei Kindern mit hohen Titern kann unter bestimmten Bedingungen auf die Biopsie verzichtet werden. Mythos: tTG-IgA misst die allgemeine Darmgesundheit. Fakt: Der Test ist spezifisch für Zöliakie und nicht für andere Darmerkrankungen wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Ein erhöhter tTG-IgA-Wert ohne Zöliakie kann selten bei anderen Autoimmunerkrankungen oder Lebererkrankungen vorkommen. Die Darmgesundheit umfasst weit mehr als Zöliakie – Mikrobiom, Permeabilität, Entzündungsmarker und Nährstoffstatus sind separate Parameter. Consumer-Labortests für tTG-IgA sollten immer durch einen Arzt bestätigt werden, da falsch-positive Ergebnisse vorkommen können. Evidenz: starke klinische Evidenz, basierend auf Leitlinien.

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