Insulin und Fatigue (Erschöpfung) sind über den Blutzuckerstoffwechsel verbunden. Bei Insulinresistenz – häufig bei Übergewicht, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes – können die Zellen Glukose nur unzureichend aufnehmen. Dies führt zu erhöhten Blutzuckerspiegeln, gefolgt von überschießender Insulinausschüttung. Die daraus resultierenden Blutzuckerschwankungen (Hypoglykämie- und Hyperglykämie-Phasen) können Energiemangel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen verursachen. Auch chronisch erhöhte Insulinspiegel selbst werden mit inflammatorischen Prozessen in Verbindung gebracht, die zur Erschöpfung beitragen können. Die Evidenz stammt aus klinischen Beobachtungen und mechanistischen Studien; randomisierte kontrollierte Studien zur direkten Kausalität sind begrenzt. Ein stabiler Blutzuckerspiegel durch ausgewogene Ernährung, Bewegung und ggf. medikamentöse Therapie kann die Fatigue bei betroffenen Personen lindern. Caveat: Fatigue hat viele Ursachen (Schilddrüse, Schlaf, Psyche, Nährstoffmangel); eine Insulinresistenz sollte ärztlich abgeklärt werden.
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