SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) wird oft mit Sport in Verbindung gebracht, aber viele Behauptungen sind übertrieben. Fakt: Regelmäßiges Ausdauertraining kann SHBG leicht erhöhen, Krafttraining hat weniger Einfluss. Mythos: Hohes SHBG bedeutet automatisch niedriges freies Testosteron und schlechte Leistung – das ist zu pauschal. SHBG reguliert die Bioverfügbarkeit von Geschlechtshormonen, aber der Körper kompensiert oft durch erhöhte Gesamtproduktion. Die individuelle Genetik (z. B. SHBG-Polymorphismen) spielt eine Rolle, aber die Evidenz ist moderat. Viele Consumer-Tests vereinfachen zu stark. Sportler sollten SHBG nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext von Gesamttestosteron, Östradiol, Ernährung und Trainingszustand. Ein einmalig erhöhter Wert ist kein Grund zur Sorge. Die klinische Relevanz für die Sportleistung ist unklar. Vorsicht vor Marketing, das SHBG als „Leistungsbremse“ darstellt.
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