SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) wird oft mit Hormonhaushalt und metabolischer Gesundheit in Verbindung gebracht, aber die direkte Evidenz für einen Zusammenhang mit der Darmgesundheit ist begrenzt. Einige Studien deuten darauf hin, dass das Darmmikrobiom über kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) die SHBG-Produktion in der Leber beeinflussen könnte. So wurde z. B. gezeigt, dass eine erhöhte Produktion von SCFAs durch bestimmte Bakterien mit höheren SHBG-Spiegeln assoziiert ist, was wiederum mit einem niedrigeren Risiko für metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes einhergeht. Allerdings handelt es sich hierbei überwiegend um Beobachtungsstudien oder mechanistische Hinweise, nicht um randomisierte kontrollierte Studien. Die klinische Relevanz für den Einzelnen bleibt unklar. Ein SHBG-Test allein ist kein validiertes Instrument zur Beurteilung der Darmgesundheit. Wer seinen SHBG-Wert messen lässt, sollte dies im Kontext anderer Hormon- und Stoffwechselparameter tun und die Ergebnisse mit einem Arzt besprechen. Evidenzgrad: mechanistisch / unklar.
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