Ferritin ist das wichtigste Speicherprotein für Eisen im Körper. Ein Zusammenhang mit der Haut besteht auf mehreren Ebenen: Bei Eisenmangel (niedriges Ferritin) kann die Haut blass und trocken wirken, und es kann zu Haarausfall oder brüchigen Nägeln kommen. Bei Eisenüberladung (hohes Ferritin, z. B. bei Hämochromatose) kann sich die Haut bronzefarben oder grau-bräunlich verfärben. Auch entzündliche Hauterkrankungen wie Psoriasis oder chronische Wunden können mit veränderten Ferritinwerten einhergehen, da Eisen an Entzündungsprozessen beteiligt ist. Allerdings ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungen ansteigt – ein hoher Wert muss also nicht zwingend auf Eisenüberschuss hinweisen. Direkte genetische Zusammenhänge (z. B. Varianten in HFE, TMPRSS6) beeinflussen Ferritin und damit indirekt die Haut, aber die Effekte sind meist klein und nicht allein aussagekräftig. Ein DNA-Test allein reicht nicht, um Hautprobleme auf Ferritin zurückzuführen; klinische Blutwerte und ärztliche Abklärung sind nötig. Evidenz: mechanistisch und klinisch belegt, aber für Laien-DNA-Tests oft überinterpretiert.
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