LDL (Low-Density-Lipoprotein) transportiert Cholesterin zu den Zellen und ist essenziell für die Zellmembran- und Hormonsynthese. Im Sportkontext wird LDL oft negativ betrachtet, da erhöhte Werte mit Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Risiken assoziiert sind. Für Ausdauersportler kann ein moderater LDL-Spiegel jedoch unbedenklich sein, solange das HDL hoch und die Triglyceride niedrig sind. Die Evidenzlage ist gemischt: Einige Studien zeigen, dass intensives Training LDL senken kann, andere finden keinen signifikanten Effekt auf die Leistungsfähigkeit. Wichtig ist, dass LDL allein kein direkter Leistungsindikator ist – die Gesamtlipidsituation, Entzündungsmarker und die individuelle Genetik spielen eine größere Rolle. Consumer-Tests, die LDL messen, liefern nur einen Teil des Bildes. Eine ärztliche Lipidbestimmung mit Differenzierung (LDL-Partikelzahl, oxidiertes LDL) ist aussagekräftiger. Sportler sollten LDL nicht isoliert interpretieren, sondern im Kontext ihrer gesamten Ernährung, Trainingsbelastung und Regeneration betrachten.
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