Die Rolle des LCT-Gens (Laktase) für die Langlebigkeit ist wissenschaftlich nicht belegt. LCT bestimmt die Fähigkeit, Laktose im Erwachsenenalter zu verdauen – ein typisches Merkmal europäischer Populationen. Einige Studien vermuten einen indirekten Zusammenhang über den Milchkonsum: Laktosetolerante Menschen können mehr Milchprodukte zu sich nehmen, was die Kalzium- und Proteinversorgung fördert und möglicherweise das Risiko für Osteoporose oder Sarkopenie senkt. Allerdings fehlen direkte Langlebigkeitsstudien, die LCT-Varianten mit einer verlängerten Lebensspanne assoziieren. Die Evidenz beschränkt sich auf populationsgenetische Beobachtungen und mechanistische Überlegungen. Zudem sind Laktoseintoleranz und Milchkonsum stark von kulturellen und ernährungsbedingten Faktoren abhängig. Ein DNA-Test auf LCT kann daher keine Aussage über die persönliche Lebenserwartung treffen. Wer Laktose verträgt, kann Milchprodukte in eine ausgewogene Ernährung integrieren, aber eine ‚Longevity‘-Wirkung ist nicht nachgewiesen. Vorsicht vor Marketing, das LCT als ‚Langlebigkeitsgen‘ bewirbt.
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