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Evidenz-Check: Stuhlprobe im Kontext von stress

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Evidenz-Check: Stuhlprobe im Kontext von stress

Stuhlproben werden oft im Kontext von Mikrobiomanalysen angeboten, die mit Stress in Verbindung gebracht werden. Die Darm-Hirn-Achse ist ein gut belegtes Konzept: Stresshormone wie Cortisol können die Darmflora verändern, und umgekehrt beeinflusst das Mikrobiom die Stressregulation. Allerdings ist die Evidenz für den Nutzen einer Stuhlprobe zur Stressdiagnostik oder -therapie schwach. Die meisten Studien sind mechanistisch oder beobachtend; es fehlen große randomisierte kontrollierte Studien, die zeigen, dass eine auf Stuhltests basierende Intervention Stress signifikant reduziert. Zudem sind kommerzielle Tests oft nicht standardisiert und die Ergebnisse schwer interpretierbar. Ein Stuhltest kann Hinweise auf Dysbiose geben, aber er ersetzt keine ärztliche Abklärung bei chronischem Stress. Die Evidenzlage ist daher als mechanistisch einzustufen, nicht als klinisch bestätigt. Verbraucher sollten realistische Erwartungen haben und sich nicht allein auf solche Tests verlassen.

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